Durch den Gotthard und wieder zurück 

Der Start der Rückrunde naht, daher meldet sich die Neumiredaktion zurück aus der Winterpause. Einmal mehr herrscht grosse Vorfreude auf die kommenden Monate und die Mannschaft ist gewillt auch in der Rückrunde wieder einige Ausrufezeichen zu setzen. Zuerst gilt es noch mehr Distanz auf die Abstiegsplätze zu schaffen, um sich dann nach oben zu orientieren. So zumindest der Plan.  

Um diesen Plan auch umsetzen zu können fuhr das Fanionteam am vergangenen Wochenende für ein Trainingslager ins Tessin, dort wollte sich das Team den letzten Schliff für die die anstehenden Aufgaben holen. Bierzug um Bierzug verliess den HB in Richtung Lugano, wo die Reisenden mehr oder weniger angeheitert kurz im Hotel eincheckten und sich dann zum ersten Abendmahl ins hiesige Pub aufmachten. Danach galt es schnellstmöglich eine Alternative zur letztjährig frequentierten Locarner Monobar zu finden. Mit der Upsbar war dieser Ersatz schnell gefunden und einige letzte Getränke wurden vor dem Schlafen gehen noch zu sich genommen. Danach aber ging es zurück ins Hotel, schliesslich standen am kommenden Tag gleich zwei Trainingseinheiten an. Zu den Einheiten selbst kann nicht viel geschrieben werden, denn diese fanden unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt und dem Schreiber wurde es untersagt, Details preiszugeben. Doch so viel sei verraten, die Fans dürfen sich auf spektakuläre, einstudierte Standardsituationen freuen. Daneben produzierte der Medienverantwortliche Dürig Material für unser Instaprofil und liess dafür sogar eine Drohne steigen. Neben der Bewirtschaftung dieses “seriösen” Onlineauftritts steht Dürig laut internen Quellen kurz davor eine vereinseigene Erotikplattform zu lancieren, auch Probeaufnahmen sollen bereits stattgefunden haben. Einzig der Name der Domain wird noch verhandelt, es wird wohl auf neumihub oder neumifuckers hinauslaufen.  Das Angebot richtet sich in erster Linie an Freunde der Tags “stranger”, “public”, “ big white butt” und “police”. Darauf angesprochen meinte Dürig, er könne noch keine genauere Auskunft geben aber, “ihr müsst euch alle mal möglich sein, dass ich zu den Spitzenleuten in diesem Büsney gehöre.” Wenn das nur gut kommt.  

Der zweite Abend endete dann nicht wie vorabendlich in der Upsbar, diese diente lediglich als Sprungbrett für den folgenden Casinobesuch und den anschliessenden Rave im Blue Martini. Das Casino machte verheerende Verluste, scusi, der etwas anrüchige Nachtclub dafür erheblichen Gewinn. Hemmungslos tanzten die Exponenten unserer Farben dem Morgen entgegen, wobei Abwehrhüne Straumann besonders hervorstach, als er sich gar an die Poledancestange wagte. Prompt wurde er von einem unbekannten zwielichtigen Lulatsch in altbekannter Manier von hinten angetanzt, doch Straumann schien sich daran nicht zu stören, im Gegenteil (Videomaterial der Redaktion bekannt). Die Ansetzung eines Testspiels am darauffolgenden Samstagmorgen um 09:00(!) hatte bereits im Vorfeld für Stirnrunzeln gesorgt, als es dann aber so weit war, gaben die nach und nach aus den Zimmern kriechenden Neumünsteraner ein wirklich schauriges Bild ab. Der eben noch lasziv tanzende Straumann, warf dem nicht aus dem Bett kommenden Zimmerkumpanen Gabay einen Egotrip vor, Gabay erreichte jedoch das Postauto noch rechtzeitig, im Gegensatz zu Straumann, welcher mit ein paar Nachzügler im Uber zum Spiel anreiste, peinlich. Gegner war eine sympathische hochmotivierte Firmenmannschaft, welche augenscheinlich den Gang ins Bett am Vorabend etwas früher angetreten hatte. Zwei Minuten waren gespielt, als Capitano Huber Opfer eines Allerweltsfouls wurde und den Gegenspieler daraufhin absolut verhältnismässig als “Fucktard” bezeichnete. Ansonsten gab die aufgestellte Neumielf alles was sie hatte, doch das war nicht viel. Trotzdem gelang es dem Team irgendwie bis zur Pause mit 3:0 in Führung zu gehen, obwohl die Spieler haarsträubende Aktionen im Minutentakt aneinanderreihten. Und wer dachte schlimmer könne es nicht mehr kommen wurde in der zweiten Halbzeit eines Besseren belehrt. Ein gewisser SCM unterbot die bisher dargebotenen Leistungen in fast schon empörender Weise noch um Längen. Schlechter schnitten nur noch die Herren Huacan, Oberholzer und Koch ab, die einfach gar nicht auftauchten, obschon sich Huacan den Wecker vorbildlich auf dem Taschenrechner gestellt hatte. Überdies sahen neutrale Beobachterinnen in der zweiten Hälfte zwei blinde Teams die immerhin einäugigen Fussball erstümperten. Nach dem 4:0 unsererseits schenkten wir den Gegnern noch einen Penalty, der vom eingewechselten zurücktretenden Präsi souverän verwandelt wurde.  

Am Nachmittag schliefen einige ihren Rausch aus, andere besuchten ein SPA und ein paar Oberhöckler versuchten es, sich mit fünf Martini orange wieder neues Leben einzuhauchen. Dies gelang dann auch eindrücklich. Nach dem Abendessen wurde zuerst die Laurabar aufgemischt und danach die Upsbar ein drittes Mal trockengelegt. Conde Molina zeigte sich sichtlich bemüht seine morgendliche Performance wiedergutzumachen und spendierte eine Runde via Zimmerkarte. In der Upsbar trafen wir schliesslich noch auf Fucktard und Konsorten, wäre Fucktard eigentlicht nicht prädestiniert für eine Gastrolle in einem unserer Erwachsenenfilme? Langsam aber sicher ging dieser letzte Abend dem Ende entgegen, einige Unverbesserliche wollten dies jedoch nicht wahrhaben und endeten erneut im Blue Martini. An der Stange tanzte diesmal nicht Straumann, sondern eine Fachperson, das war viel weniger lustig und sind wir ehrlich, auch um einiges weniger betörend. Die Luft war draussen und auch die Letzten traten den Heimweg an.  

Am nächsten Tag stand nach ausgiebigem Frühstück dann schon die Heimreise an. Vielen Dank Allen für die tolle Zeit und vor allem für die vielen Lacher, es war eine grosse Freude. 

Am Sonntag, dem 30. März spielen wir in Volketswil den ersten Match der Rückrunde. Volketswil ist ein starker Gegner, aber wir haben sie auch schon geschlagen. Wir melden uns nächste Woche wieder mit einem ausführlichen Spielbericht.